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Ihr Shop ausbauen

Ihren Point of Sale optimieren

Das Erfolgsrezept für Ihren Concept Store: Tipps und Ratschläge für Sie als Einzelhändler

23 November 2023

Concept Stores bilden den kreativen Mittelpunkt des unabhängigen Einzelhandels. Diese Orte bieten nicht nur eine Auswahl an Produkten verschiedener Kategorien (Haushalt, Beauty, Lebensmittel), sondern sollen auch als Refugien dienen, an denen sich Menschen treffen, Kontakte knüpfen und Inspiration finden. Die Ästhetik sollte sorgfältig kuratiert sein, denn sie verkörpert die Werte der Besitzer – von der Wahl der Möbel über die Dekoration bis hin zur Musik.

Tun Sie sich als Inhaber eines Concept Stores mit dem idealen Aufbau Ihres Shops schwer? Dann sind Sie hier genau richtig! Wir plaudern aus dem Nähkästchen und geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihren Laden dekorieren und das Kundenerlebnis verbessern können.

Lea Pillot

1 - Einen Concept Store zu entwerfen, erfordert Prioritäten

Die Wichtigkeit von Philosophie und Werten

Um einen treffenden Namen für den Concept Store zu finden, benötigt man zunächst einmal ein Konzept. Grundlage für das Konzept bilden auch Ihre Identität, Werte und Philosophie. Alles Weitere muss sich schließlich aus diesem Konzept ergeben und einem zusammenhängenden, relevanten Muster folgen. Es muss sowohl von Ihren Kunden als auch bei der ersten Interaktion klar erkennbar sein.

Möbel als zentrales Designelement

Auf die Gefahr hin, dass wir uns hier wiederholen: Jedes Element Ihres Concept Stores sollte mit Ihren Werten übereinstimmen. Sie vertreten einen nachhaltigen Lebensstil? Denken Sie darüber nach, sich für energieeffiziente Beleuchtungslösungen zu entscheiden. Sind Sie ein Fan von handwerklich hergestellten Produkten? Dann wählen Sie maßgefertigte Möbel statt die eines riesigen Möbelhauses.

Sich an Prinzipien zu halten, verstärkt nur die Authentizität Ihres Wertversprechens.

Ästhetik trifft auf Funktionalität

Wie Designerin Alina Wheeler einst sagte: „Design ist visuelle Intelligenz.“ Manchmal stehen Ästhetik und Zweckmäßigkeit im Widerspruch zueinander, doch als Inhaber eines Concept Stores liegt es an Ihnen, beide Elemente zu vereinen. Wenn Sie in puncto Design kein genaues Konzept vor Augen haben, dann denken Sie daran, was Sie in Ihrem Shop verkaufen wollen. Das Dekor ist schließlich dazu da, Ihre Produkte hervorzuheben und nicht umgekehrt.

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2 - Behalten Sie Ihr Hauptziel im Auge: Was treibt Sie an?

Kunden gewinnen, Kaufabläufe vereinfachen und Bestandskunden schaffen

Der Zweck Ihres Concept Stores ist schnell und einfach zusammengefasst: Der Verkauf Ihrer Produkte. Und genau dieses Prinzip sollten Sie mit dem Aufbau Ihres Shops beherzigen.

Unsere Verkaufsziele umfassen drei Punkte:
Die Gewinnung von Kunden (erfahren Sie weiter unten mehr zum Thema Schaufenster), die Optimierung von Kaufabläufe (in Concept Stores wählen Kunden Produkte selbst aus und bringen diese selbst zur Kasse) und schließlich die Förderung von Kundenfeedback.

Für ein umfassendes Einkaufserlebnis sollten daher diese drei Ziele, einschließlich des Aufbaus des Concept Stores, verfolgt werden. 

Wahrung des Kundenerlebnisses nach dem Kauf

Verkaufen ist gut, erneut verkaufen noch besser. Nachdem Kunden in Ihrem Shop eingekauft haben, ist es wichtig, sie danach an zwei Sachen zu erinnern: Warum sie bei Ihnen eingekauft haben und warum sie es wieder tun sollten.

Durch Newsletter, Treueprogramme und soziale Netzwerke gelingt es Ihnen, Ihre Kunden zu erreichen und langfristig zu binden. Nun fragen Sie sich, was das mit der Gestaltung Ihres Concept Stores zu tun hat? Die Antwort ist Ästhetik! Ihre Kommunikationsstrategie und Online-Profile müssen zu Ihrem Gesamtbild passen. Somit gilt: Einheitlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.

3 - Ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis schaffen

Die Bedeutung des Kundenerlebnisses in einem Concept Store

Vor allem für Concept Stores ist das Kundenerlebnis für die Kaufentscheidung von zentraler Bedeutung. Kunden erwarten bei Ihnen eine besondere Atmosphäre, kuratierte Auswahl und persönliche Betreuung bzw. Beratung durch Experten.

Hier also unser Top-Tipp: Der Aufbau und Deko Ihres Shops sollten Ihren idealen Kunden ansprechen. Hier kommt neben Ihren bisherigen Erfahrungen auch die Bedeutung des Marketingkonzepts Persona ins Spiel.

Impulskäufe fördern

Es mag zwar auf der Hand liegen, aber ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis regt den Kunden zu Impulskäufen an. Und mit dem Aufbau Ihres Concept Stores können Sie davon profitieren. Hier folgen praktische Schritte zur Umsetzung:

  • Machen Sie auf Ihre Verkaufsaktionen am Eingang Ihres Shops oder neben den Kassen aufmerksam.
  • Bieten Sie Tester für Beauty-Produkte oder eine Verkostungsstation für Lebensmittel an. Die Sinnesorgane spielen bei der Kaufentscheidung eine entscheidende Rolle, also seien Sie dabei kreativ!
  • Achten Sie auf situationsbedingte Details: Wenn Sie Parfüm verkaufen, schaffen Sie mit Blumen, Zitrusfrüchten oder Leder eine gelungene Assoziation zum Thema Düfte.
  • Fördern Sie die Gruppierung von relevanten Produkten: Bringen Sie verschiedene Produktkategorien in thematischen Kollektionen zusammen, um Zusatzverkäufe zu fördern. Zum Beispiel mit Kollektionen wie „Essentials für diesen Winter“, bei denen Sie Hautpflegeprodukte, flauschige Decken und Gewürztees anbieten.

4 - Bei Inspiration und Kreativität helfen Notizen. Und Screenshots!

Nutzen Sie Instagram und Pinterest

Machen Sie von allen Ihnen zur Verfügung stehenden Tools Gebrauch, um Inspiration für die Gestaltung Ihres Concept Stores zu finden. Bevor Sie mit einem Umbau bzw. einer Renovierung beginnen, schauen Sie bei Plattformen wie Pinterest vorbei, um Moodboards und Wunschlisten zu erstellen!

Auch Instagram eignet sich dafür perfekt. Liken Sie nicht nur Beiträge mit guten Ideen, sondern speichern Sie diese, um später darauf zurückzukommen.

 

Schlendern und stöbern

An ungewöhnlichen Orten wie etwa beim Schlendern durch die Gegend oder beim Erkunden von Boutiquen in Ihrer Nachbarschaft oder auf Reisen sind Ihnen Inspirationsquellen garantiert. Sie sind Teil einer Community von Einzelhändlern und Shops. Regen Sie sich gegenseitig an und beflügeln Sie Ihre Fantasien. 

Bleiben Sie sich selbst treu

Es ist wichtig, sich inspiriert zu fühlen. Aber es sind auch Bausteine wie Ihr Konzept, Ihre Werte und Ihre Philosophie, die Ihren Shop einzigartig machen und für Ihre Kunden einen Zufluchtsort bilden. Haben Sie bei all Ihren Vorhaben stets Ihre Geschichte vor Augen.

5 - Ihr Schaufenster sagt mehr als 1000 Worte: So gewinnen Sie Kunden

Die Kunst der Schaufensterdekoration

Die Schaufenstergestaltung Ihres Concept Stores spielt eine wesentliche Rolle in Ihrer Verkaufsstrategie. Sie sollte jeden, der daran vorbeiläuft, dazu anregen, Ihren Shop betreten zu wollen. Sie muss Ihre Werte und Geschichte auf einen Blick vermitteln und Ihre Kernprodukte sowie Ihre Neuerscheinungen präsentieren.

Wenn es um den technischen Aufbau geht, befolgen Sie diese Grundprinzipien: Mit einer guten Beleuchtung heben Sie Ihre Produkte richtig hervor. Lenken Sie mit einer zentralen Ausrichtung in Ihrem Fenster die Aufmerksamkeit auf das gewünschte Produkt. Auch die richtige Farbwahl spielt bei Ihrer Ästhetik und dem Positionieren Ihrer Artikel eine große Rolle. In unserem Blog „10 Grundprinzipien des Visual Merchandising für ein Einzelhandelsgeschäft“ von Sarah Manning erfahren Sie mehr darüber.

Die Bedeutung regelmäßiger Updates

Denken Sie daran, die Schaufensterauslage Ihres Concept Stores regelmäßig zu aktualisieren, um sie an Jahreszeiten, kommerzielle Events oder Produkteinführungen anzupassen. Sie sollen damit Passanten zum ersten Mal neugierig machen und mit einer neuen Anordnung Stammkunden anlocken.

6 - Verkaufschancen durch eine nahtlose Customer Journey erhöhen

Optimierung der Customer Journey

Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Customer Journey sorgfältig zu planen. Als „Customer Journey“ wird buchstäblich der Weg beschrieben, den Ihre Kunden in Ihrem Shop zurücklegen, bevor sie an die Kasse treten.

Um sie zu verbessern, testen Sie verschiedene Ausrichtungen und orientieren Sie sich dabei am Verhalten Ihrer Kunden. Greifen Sie hier auf eine bewährte Methode zurück: Wählen Sie ein Testprodukt aus und erfassen Sie die Strecke der Kunden. Notieren Sie, wo sie anfangen, vor welchem ​​Display sie stehen bleiben, welche Produkte getestet bzw. angefasst und welche in den Einkaufskorb gelegt werden. Ziel ist hier, das Verhalten Ihrer Kunden ausfindig zu machen und zu Ihrem Vorteil zu nutzen!

Der Weg durch den Shop sollte einfach zugänglich sein und sich subtil nach Ihren Vorlieben richten, wobei Ihre Produkte genau an der richtigen Stelle platziert werden sollten (idealerweise auf Augen- und Handhöhe), um die Wahrscheinlichkeit auf einen Kauf zu erhöhen.

Der Aufbau sollte von Ihrem einzigartigen Konzept und den geschaffenen Erlebnissen in Ihrem Shop beeinflusst werden. Kann man bei Ihnen auch Heißgetränke genießen? Dann richten Sie eine gemütliche Ecke mit ergänzenden Produkten rundherum ein. Oder wie wär’s mit einem Töpfer-Workshop? Damit schaffen Sie die perfekte Gelegenheit, Ihre Lieblings-DIY-Marken mit einzubinden!

7 - Zu guter Letzt: der Verkaufsabschluss

Gestalten Sie den Bezahlvorgang so angenehm wie möglich

Die letzte Amtshandlung in Ihrem Concept Store ist die Bezahlung. Idealerweise sollte dieser Vorgang schnell, effizient und freundlich abgewickelt werden. Es ist auch Ihre letzte Chance, einen guten Eindruck zu hinterlassen und Ihre Kunden zum Wiederkommen zu bewegen.

Ein erfolgreiches Erlebnis hängt von einer Reihe von Dingen ab, wie zum Beispiel einem zuvorkommenden und professionellen Kundenservice, einer modernen Registrierkasse und einem funktionierenden Kartenlesegerät sowie der Gestaltung Ihres Kassenbereichs.

Sie können entscheiden, ob Ihr Kassierer stehen oder sitzen soll, welche Ausrüstung erforderlich ist, wie Sie Ihren Warteschlangenbereich einrichten und wie und ob Sie Informationen anzeigen möchten, die für Kunden interessant sein könnten.

Dabei sollten Sie auf diese zwei Punkte achten:

  • Die Deko in Ihrem Kassenbereich sollte allgemein die Atmosphäre Ihres Concept Stores widerspiegeln. Auch am Ende des Verkaufsprozesses sollte der Kunde die Kontinuität Ihres Konzepts verspüren.
  • Mit kleinen Produkten an der Kasse fördern Sie Zusatz- und Impulskäufe. Idealerweise sollten sie günstig oder Teil eines „2 für 1“-Angebots sein.

Wir fassen hier noch einmal die wichtigsten Punkte für Sie zusammen:

  • Ihr einzigartiges Konzept sollte der Mittelpunkt all Ihrer Designentscheidungen sein.
  • Möbel, Beleuchtung und Dekoration müssen Ihre Werte widerspiegeln.
  • Ein cleveres Design Ihres Concept Stores erhöht Impulskäufe.
  • Lassen Sie sich online oder bei Ihren Mitbewerbern inspirieren.
  • Ihr Schaufenster ist der erste Anlaufpunkt Ihrer Kunden: Eine saisonale und durchdachte Darstellung ist wichtig.
  • Mit dem Testen Ihres Layouts optimieren Sie das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden.
  • Der Kassenbereich sollte ein integraler Bestandteil Ihrer Designstrategie sein und zum Rest Ihres Geschäfts passen.

Und nicht vergessen!

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